Jeremy Meeks war mal Knacki. Jetzt ist er Model – und wir sind verliebtFoto: jmeeksofficial/ Instagram
Warum kann DER nicht morgens in unserer Küche stehen?
Wir sehen Jeremy Meeks (32), den wohl schönsten Verbrecher der Welt beim Kaffeekochen. Oben ohne. Warum? Weil er's kann!
Der US-Amerikaner beglückt uns auf seinem Instagram-Account wieder mit neuen Schmacht-Fotos, die unseren Puls auf Trab bringen.
An dem würden wir uns gern mal die Zunge verbrennen.
Ob als heißer Pool-Boy, verführerischer Gärtner oder auch ganz einfach bei der Gesichtswäsche, dieser Mann ist verboten schön – egal, was er tut.
Ein Tag im Leben des schönen Sträflings.
Jeremy bei der Katzenwäsche – heiß!
Jeremy beim Pooltesten – heiß!
Jeremy beim Rasensprengen – heiß!
Der gut aussehende Gauner war 2014 wegen illegalen Waffenbesitzes verhaftet worden. Sein Mugshot ging innerhalb von Stunden um die ganze Welt.
Anfang 2016 kam er, zunächst auf Hausarrest, wieder frei und unterschrieb prompt einen Model-Vertrag. Seit dem Sommer darf er sich wieder frei bewegen.
Wir dürfen uns also weiter auf verboten schöne Bilder freuen! Vielleicht ja sogar bald von den Laufstegen dieser Welt.
Im vergangenen Jahr machte Calvin Harris eher mit seinem Privatleben und der Beziehung zu Taylor Swift Schlagzeilen - doch auch beruflich war bei dem DJ einiges los. Obwohl der Schotte drei Millionen Dollar weniger verdiente als im Vorjahr, führt er mit einem Einkommen von 63 Millionen Dollar erneut die "Forbes"-Liste der bestbezahlteten DJs der Welt an.
Das Magazin veröffentlicht seit 2012 auf seiner Homepage eine Liste mit Namen und Einkommen der zwölf DJ-Topverdiener der vergangenen zwölf Monate. Harris machte demnach zum vierten Mal in Folge am meisten Umsatz mit Auftritten, Musikverkäufen, Merchandise und Co. Allein für seine Show in Las Vegas kassiert er pro Abend 400.000 Dollar.
Auf Platz zwei und drei landeten ebenfalls europäische DJs: Der Niederländer Tiësto verdiente demnach 38 Millionen Dollar, David Guetta nahm 28 Millionen Dollar ein. Der Franzose Guetta hatte im Juni unter anderem bei der Eröffnungsfeier der Fußballeuropameisterschaft in Paris aufgelegt, außerdem hat er auch eine regelmäßige Show in Las Vegas. (Sehen Sie hier alle DJ-Topverdiener in der Fotostrecke.)
Insgesamt nahmen die zehn bestbezahlten DJs laut "Forbes" 270,5 Millionen Dollar ein - ein Prozent weniger als im Vorjahr.
Im Juli hatte "Forbes" übrigens die Liste der bestbezahlten Prominenten der vergangenen zwölf Monate veröffentlicht - ganz oben: Harris' Ex-Freundin Swift mit 170 Millionen Dollar Einkommen.
Michael Wendler (44) ist in die USA ausgewandert - Auswanderer Porträts Florida
Und weg ist er! Pop-Schlager-König Michael Wendler hat Deutschland den Rücken gekehrt
Er hat es tatsächlich getan – Michael Wendler (44) ist in die USA ausgewandert – seine Tochter (13) geht dort sogar schon zur Schule. Das verriet der König des Pop-Schlagers am Rande des „SchlagerOlymp“ vor rund 23 000 Zuschauern im Freizeitpark Lübars im Norden Berlins.
Der Sänger, Komponist und Texter : „Ich lebe bereits in den Vereinigten Staaten. Ganz in der Nähe von Fort Myers im Westen des Bundesstaates Florida. Traumhaft schön dort. Meine Tochter Adeline besucht eine amerikanische High School. Das ist natürlich anfangs noch ganz schön schwierig für sie. Aber sie wird das schaffen. Da bin ich ganz fest überzeugt.“
Wie kam es zu dem Umzug in ein fremdes Land?
Wendler nachdenklich: „Nachdem ich letztes Jahr meinen schweren Unfall bei Dreharbeiten für RTL hatte, hat sich für mich fast alles in meinem Leben geändert. Das war eine richtige Zäsur. Ich wäre damals fast, angeleint, von einem Kran in den Tod gestürzt. Hätte ich mich nicht instinktiv mit der Hand am Boden abgestützt, wäre ich jetzt im Himmel. Davon bin ich überzeugt. Ich musste und habe mein Leben überdacht. Und meine Entscheidung reifte, ich muss einen Break machen. Ich habe ja seit meinen Erwachsenen-Alter fast ununterbrochen gearbeitet. Wollte ja auch den Erfolg. Bin von Auftritt zu Auftritt, von TV-Produktion zu TV-Produktion gerast. So ging das einfach nicht weiter."
„Fast schon ein Schnäppchen“Der Wendler will seine Villa für 4,7 Mio. verkaufen!
Und was ist mit seiner Ehefrau Claudia (46)? Sie steckt in finanziellen Schwierigkeiten, ist insolvent.
Da antwortet Michael Wendler offensiv: „Ja, das stimmt. Aber so schlimm, wie es dargestellt wurde, ist es auch wieder nicht. Es betrifft mich ja nicht. Es ist ja die Sache meiner Frau. Die müsste man befragen. Ob sie das macht, denke ich eher nicht. Und ich ich hab' mir abgewöhnt, über andere zu sprechen. Eigentlich tut sie mir leid. Denn eigentlich hat sie das jetzt alles nicht verdient. Natürlich helfe ich ihr, so gut ich kann. Denn unser Beziehungsstatus ist aktiv! Das ist ja auch einer der Gründe, warum ich mich von meinem schönen Gestüt in Dinslaken trennen möchte. Ich war immer bereit zu helfen. Auch meiner Familie. Doch ich bekomme dafür selten Dankbarkeit. Meine Mutter unterstütze ich auch weiterhin monatlich finanziell. Andere haben da mit ihrer Familie mehr Glück.“
Auch wenn der Beziehungsstatus von Michael Wendler und seiner Frau Claudia im Moment kompliziert ist – sie begleitet ihn in die USA Foto: Chuck
Wann kommen denn nun die Millionen für das Riesen-Anwesen mit Villa, Stallungen und Weideflächen?
Wendler: „Das ist nicht so einfach. Das ganze Objekt ist schon seit längerem für 4,7 Millionen Euro am Markt. Das verkauft sich nicht so schnell. Es gab mehrere interessierte Anfragen. Aber ein Kaufvertrag ist noch nicht abgeschlossen.“
Und die Freunde der gepflegten Disco-Fox-Musik, müssen sie jetzt dauerhaft auf die Songs des Wendlers verzichten?
Wendler lächelt und sagt: „Ganz und gar nicht. Ich werde jetzt noch zugesagte Auftritte und Konzerte spielen. Es gibt auch noch den Prozess wegen meines Unfalles. Danach gibt es eine Pause, wo ich mich in die USA zurückziehen werde. Könnte natürlich sein, dass es nicht lange dauert, bis auch jemand in Amerika den Wendler für sich entdeckt... Generell will ich in Deutschland weniger die kleineren Veranstaltungen machen. Ich plane, längere Konzerte für meine Fans zu geben, wo sie Wendler pur bekommen. Da will ich hin. Dafür ist die Pause wichtig.“
Nun, es gibt schlechtere Plätze dafür als unter der Sonne im Westen Floridas…
Drei legendäre Köpfe der Mafia: Charles „Lucky“ Luciano, Al Capone und Meyer Lansky (v.l.)Foto: picture-alliance / dpa, AP/dpa, dpa Picture-Alliance/ Everett Colle
Diesen Artikel lesen Sie nur mit
Fast ein gesamtes Jahrhundert beherrschte sie das organisierte Verbrechen in den USA. Verbotenes Glücksspiel, Waffenhandel, Drogen, Wucher-Kredite, Geldwäscherei, Erpressungen aller Art, Prostitution. Sie machte mit allem Geld, was illegal war: die Mafia.
Ihre mächtigen Bosse genossen Promi-Status. Sie kauften Polizei-Departments, Richter und Politiker. Und wenn gar nichts mehr ging, schossen sie sich ihren Weg frei – oder starben selbst im Kugelhagel.
Seit dem Tod des letzten New Yorker Paten John Gotti im Jahr 2002 ist es ruhig um die Gangsterfamilien geworden, die zuvor den Stoff für unzählige Hollywood-Filme und Zeitungs-Schlagzeilen geliefert hatten.
Gotti, der wie heute Donald Trump den Spitznamen Teflon Don trug, weil scheinbar nichts an ihm kleben blieb, war der letzte grosse Boss, dem alle fünf New Yorker Familien die Treue geschworen hatten. Als er im Gefängnis starb, galt der amerikanische Ableger der sizilianischen Cosa Nostra und der neapolitanischen Camorra als zahnlos.
In der vergangenen Woche vermeldete das FBI jedoch eine Massen-Verhaftung. Fast 50 Mafia-Mitglieder waren in mehreren US-Städten festgenommen worden. Unter ihnen John Gottis gleichnamiger Enkelsohn. Seither ist klar:
Die Mafia lebte unter dem Radar der Öffentlichkeit weiter.
Sie hat nicht nur ihre traditionellen „Geschäfte“ weitergeführt, sie mischt nun auch bei Online-Prostitution und illegalen Internet-Sport-Wetten mit. Und sie hat ihre Arme dafür bis nach Zentral-Amerika (Costa Rica) und die Karibik ausgestreckt.
Bestandsaufnahme einer der mächtigsten Gangster-Organisationen der Geschichte:
Der Mann, der für den Aufstieg verantwortlich war, wurde als Paolo Antonio Vaccarelli in Italien geboren und nannte sich nach seiner Ankunft in New York Paul Kelly. Er gründete die sogenannte Five Points Gang. Five Points war ein Gebiet im unterem Teil von Manhattan, in dem sich Verbrecherbanden blutige Machtkämpfe lieferten, die später als Vorlage für den Film „Gangs of New York“ dienten.
Während Kelly selbst nur Insidern bekannt ist, wurde eine Reihe seiner jungen Zöglinge später zu den brutalsten und berühmtesten Gangster-Bossen der USA: Lucky Luciano, Meyer Lansky, Bugsy Siegel, Frankie Yale oder Al Capone.
So kam die Mafia in die USA
Am 17. Januar 1920 machten die USA ihnen dann ein Riesengeschenk. Sie verhängten die Prohibition. Alkohol war plötzlich illegal. Problem: Die Nachfrage nach „Booze“ war in der Ära, in der sich die Große Depression anbahnte, unersättlich.
Es war die Geburtsstunde eines gigantischen Schwarzmarktes.
Zur selben Zeit hatte in Italien der Faschist Benito Mussolini die Macht ergriffen und der heimischen Mafia den Krieg erklärt. Folge: Die Mitglieder der Costa Nostra und Camorra flohen in Scharen in die USA. Sie landeten fast alle in italienischen Vierteln von New York, die bettelarm waren.
Jetzt blühte die amerikanische Mafia auf, sie wurde schnell so groß, dass sie es mit den irischen und jüdischen Gangs aufnehmen konnten, die bis dahin die Straßen der Stadt dominiert hatten. Und sie stellten schnell fest:
Mit dem Schmuggel von Whiskey waren viel mehr Dollars zu machen als mit Schutzgeld-Erpressung oder Glücksspiel.
Gangsterboss Al Capone kontrollierte die Unterwelt von Chicago. Er starb 1947 an einer LungenentzündungFoto: dpa Picture-Alliance / Courtesy Everett Collection
Es folgte ein blutiger Machtkampf. Frankie Yale erklärte der irischen White Hand Gang in New York den Krieg. Al Capone und seine Familie gingen nach Chicago und mähten mit ihren Maschinenpistolen die irische North Side Gang nieder.
Ende der 20er Jahre gab es dann in New York zwei Fraktionen. Die eine wurde von Joe Masseria angeführt. Die andere gehorchte Salvatore Maranzano. Die beiden lieferten sich einen Krieg. Pech für Masseria: Sein „Untergebener“ Charles „Lucky“ Luciano wechselte die Seite und organisierte für seinen neuen Boss die Ermordung seines alten Bosses.
„Ich bin jetzt der Boss der Bosse“, erklärte Maranzano daraufhin und gründete die fünf Familien New Yorks: Lucchese, Gambino, Bonanno, Genovese und Colombo. Sie sind bis heute der Kern der amerikanischen Mafia.
1933 versiegte dann ihre beste Einnahme-Quelle. Die Prohibition war gescheitert und wurde abgeschafft. Es war das Ende vieler Familien, die sich inzwischen von New York aus nach Chicago, Boston, Philadelphia, New Jersey, New Orleans und sogar bis nach Florida und Las Vegas ausgebreitet hatten.
Die Mafia steigt in den Drogenhandel ein
Doch die cleveren Bosse reagierten auf die neue Situationen. Sie griffen nun nach den Gewerkschaften Amerikas, gingen ins boomende und tief korrupte Baugeschäft von New York und die begannen, mit illegalen Drogen zu handeln.
Lucky Luciano brachte die Mafia dann auf das nächste Level und gründete die Kommission. Statt einen Boss der Bosse sollte es nun ein Syndikat geben, in dem jeder Boss der mächtigsten Familien dieselbe Stimme hatte. Die Kommission stimmte über Gebiete ab und schlichtete Streitereien der Familien.
Lucianos Botschaft an die anderen: „Die Welt verändert sich und für diejenigen, die bereit sind, sich mit den Stärkeren und Erfahreneren von uns zu verbünden, wird es neue Möglichkeiten geben.“
Mitte des 20. Jahrhunderts gab es schliesslich 26 Familien, die von der Kommission anerkannt worden waren. Jede von ihnen (mit Ausnahme der fünf New Yorker Familien) operierte in einer eigenen Stadt.
Luciano lockerte zudem die Regel von Maranzano auf und arbeitete nicht mehr ausschließlich mit Italienern, sondern auch mit jüdischen Verbrecher-Organisationen, um die Profite zu maximieren. Er bestand jedoch darauf, die strikten Gesetze der sizilianischen Mafia zu übernehmen.
Das oberste Gebot: der Code des Schweigens.
Wer auch immer mit der Polizei kooperierte, wurde zur „Ratte“ erklärt und zum Abschuss freigegeben.
Ausserdem gab es eine klare Hierarchie:
► Associate: kein Familien-Mitglied, dafür aber ein Mitarbeiter. Drogendealer, Anwalt, Buchhalter, ein korrupter Polizist oder Politiker oder ein Geldwäscher.
► Soldat: Einstiegsrang der Cosa Nostra
► Capo oder Captain: ein Lieutenant, der mehrere Soldaten unter sich hat und das Geld verteilt.
► Consigliere: kein Familien-Mitglied eines Mafia-Bosses, aber einer seiner wichtigsten Berater.
► Under-Boss: zweiter Mann einer Familie, der die Geschäfte übernimmt, falls der Boss im Gefängnis sitzt oder umgebracht wird.
► Boss: der Pate oder Don der Familie, also der Chef, der von allen Geschäften seinen Anteil bekommt.
Erpressung, Streikdrohungen, Geldwäsche
Das Geschäftsmodel der amerikanischen Mafia wurde derweil immer ausgetüftelter. Der genialste Schachzug: das Infiltrieren der Gewerkschaften. Dies erlaubte dem Mob, im Bau-und Abrissgeschäft, in der für Groß-Städte lebenswichtigen Müllabfuhr oder in der Transport- und Textil-Industrie abzukassieren.
Sie erpressten Unternehmen durch Streikdrohungen. Sie setzten Preisabsprachen durch und sie stahlen Rohstoffe auf Baustellen. Und manchmal plünderten sie auch schlicht die Kranken- und Renten-Kassen der Gewerkschaften selbst.
Lucky Lucianos Motto: „Es gibt kein gutes oder schlechtes Geld. Es gibt nur Geld.“
Charles „Lucky“ Luciano (1898-1962) gilt als einer der legendärsten Mafia-BosseFoto: picture-alliance / dpa
Die fünf New Yorker Familien wurden so mächtig, dass kein grosses Bauprojekt in Manhattan, Brooklyn oder Queens mehr ohne die Zustimmung der Mafia zu realisieren war.
Der andere große Spieler der neuen Mafia war ein Nicht-Italiener. Meyer Lansky (geboren: Meier Suchowlanski. Der Sohn polnisch-jüdischer Einwanderer war wie Lucky Luciano ein Zögling des Ur-Paten Paul Kelly und ebenfalls ein Gründer des „Nationalen Verbrecher Syndikats“ (der Kommission). Er baute ein Glücksspiel-Imperium auf, kassierte Prozente von Casinos in Las Vegas, den Bahamas, Kuba und sogar London.
Ironischer Grund für den Erfolg des ehemaligen Mafia-Buchhalters Lansky: In seinen Establishments wurde absolut ehrlich gespielt. Lansky war so erfolgreich, dass er sich schliesslich eine Schweizer Bank kaufte, um sie für seine Geldwäscherei zu nutzen.
Meyer Lansky (1902-1983) galt als trickreicher Gangster und als FinanzgenieFoto: dpa Picture-Alliance/ Everett Colle
Das FBI nimmt den Kampf gegen die Mafia auf
Die Polizei hatte der Mafia Jahrzehnte lang so gut wie nichts entgegenzusetzen. Ihr fehlten die Ressourcen. Viele Polizisten wurden bestochen. Und wenn es zu Anklagen kam, wurden Zeugen eingeschüchtert. Nicht nur das: Die Behörden wussten nicht einmal von der Existenz der Kommission.
Das änderte sich 1963, als erstmals ein Mafia-Mitglied sang. Joe Valachi war die erste „Ratte“, die mit den Behörden sprach. Er plauderte aus, dass die Familien ein „Nationales Verbrecher Syndikat“ (die Kommission) gegründet hatten. Nun schaltete sich das FBI in die Ermittlung ein.
Und die „Hoover-Boys“, wie die Agenten des Federal Bureau of Investigation nach ihrem Gründer J. Edgar Hoover genannt wurden, sollten bald Erfolge haben. Sie befreiten die Casinos in Las Vegas aus der Hand der Mafia. Doch die Familien setzten ihre Geschäfte unbeirrt fort.
In den späten 70er-Jahren hatte die Mafia ihre Hände in vielen Industrie-Zweigen der amerikanischen Wirtschaft. In allen Großstädten, in denen Gewerkschaften eine Rolle spielten, hatte auch der Mob Einfluss. La Cosa Nostra schreckte nicht davor zurück, große Unternehmen zu erpressen.
Ein anderes Geschäft, das sie für sich entdeckten: Tankstellen. Sie zahlten schlicht keine Steuern und konnten so Benzin preiswerter und gewinnträchtiger als die Konkurrenz verkaufen.
Anthony Cassetta (48), genannt „Tony der Krüppel“, stammt aus New Jersey – auch ihm drohen bis zu 20 Jahre GefängnisFoto: AP/dpa
Und sie nutzten italienische Restaurants, um Drogen zu schmuggeln. Allein zwischen 1985 und 1987 hatten sie mit Hilfe der „Al Dente Pizzeria“-Kette Heroin im Wert von 1,65 Milliarden Dollar in die USA geschleust.
Ende der 70er-Jahre wehte der Mafia erstmals ein schärferer Wind entgegen. Die Regierung in Washington hatte ein neues Gesetz gegen erpresserische und korrupte Organisationen erlassen. Nun wurden plötzlich nicht mehr nur einzelne Personen ins Visier der Ermittler genommen, sondern auch diverse Unternehmen, die sie gegründet hatten.
Bis 1990 waren plötzlich 1000 Familien-Mitglieder hinter Schloss und Riegel. Darunter 23 Bosse, 13 Unterbosse und 43 Kapitäne.
Den schwersten Schlag löste jedoch ein anderes Gesetz aus – das „United States Federal Witness Protection Program“. Ein Programm, das Kriminellen Immunität im Gegenzug für Informationen zusicherte.
Das FBI verschaffte den „Ratten“ komplett neue Identitäten, um sie vor Rachemorden zu schützen.
Der erste hochkarätige Mafioso, der einen Deal machte, war Sammy „the Bull“ Gravano, ein Mitglied der Gambino-Familie. Er hatte im Auftrag von John Gotti, die Ermordung des Gambino-Bosses Paul Castellano arrangiert. Gotti wurde daraufhin der neue Pate der inzwischen größten New Yorker Familie und machte Sammy „The Bull“ zur Belohnung zum Underboss.
Gotti hatte eine alte Rechnung mit Castellano offen. Denn der soll bei dem größten Cash-Raub der Welt, dem Lufthansa-Raub aus dem Jahre 1978, nicht fair geteilt haben. Die New Yorker Familien hatten damals aus dem Lufthansa Hangar des JFK Airports sechs Millionen Dollar Bargeld (heutiger Wert: 22 Millionen Dollar) gestohlen. Der Scoop diente später als Vorlage für Martin Scorsese Kult-Film „Good Fellas“.
Auch Oscar-Preisträger Robert de Niro (l.) und Ray Liotta wirkten im Filmklassiker „Good Fellas“ mitFoto: dpa Picture-Alliance
Fehlender Nachwuchs
Sammy the Bull, einer der todbringendsten Hit-Männer (Auftragsmörder) der Mafia, sollte später erneut zeigen, dass Loyalität nicht seine Stärke war. Als er angeklagt wurde, schloss er einen Handel mit dem FBI ab. Ergebnis: Gravano kam mit einem Jahr davon. Teflon Don John Gotti ging dagegen lebenslänglich hinter Gitter.
Er führte jedoch die Geschäfte der Familie aus dem Gefängnis weiter, während sein Sohn John Gott Junior zum Boss der Gambinos wurde.
Doch die Popularität der Mafia hatte ihren Hochpunkt überschritten. Louis Ferrante, ein ehemaliges Familien-Mitglied kürzlich in einem Interview: „Das Ende der Prohibition, die Legalisierung von Glücksspielen und der leichtere Zugang zu Krediten haben die Eckpfeiler der Cosa Nostra Zug um Zug geschwächt.“ Zudem fehle der Nachwuchs.
Der dickste Fisch unter den Festgenommenen: Joseph Merlino (54), auch „Skinny Joey“ (Dünner Joey) genannt. Er gilt als Chef des Mobs in PhiladelphiaFoto: AP/dpa
Ferrante weiter: „Früher hatten italienische Einwanderer nur wenig Möglichkeiten, Geld zu verdienen. Inzwischen stünden ihnen in den USA längst genauso viele Türen offen wie anderen Einwanderern.“
Und so wurde es nach John Gottis Tod (Kehlkopf-Krebs) ruhig um die italienischen Gangster-Familien. Sein Sohn John Jr. hatte längst die Herrschaft über die New Yorker Mafia verloren. Andere Bosse nahmen ihn nicht ernst. Die Genovese-Familie lehnte es komplett ab, mit ihm Geschäfte zu machen. Und als John Jr. selbst im Gefängnis landete, übernahm sein Onkel Peter Gotti die Gambinos.
Mafia arbeitet im Untergrund weiter
Viele Amerikaner glaubten längst, dass es die Mafia gar nicht mehr gäbe. Das war jedoch ein Irrtum. Sie arbeitete im Untergrund weiter.
US-Staatsanwalt Preet Bharara: „Von Waffen- und Drogenhandel bis Erpressung, Kreditkarten-Betrug oder Brandstiftung, die Mafia hält weiterhin viele Städte von Massachusetts bis Florida als Geisel.“
Der New Yorker Staatswanwalt Preet BhararaFoto: dpa
Und das FBI betont: „Die amerikanischen Maria-Familien bleiben die größte organisierte Verbrechens-Bedrohung unserer Gesellschaft.“
Gegenwärtig gibt es in New York City, Philadelphia und New Jersey noch immer 3000 aktive Mafia-Mitglieder. Roberto Saviano, der mehrere Bücher über die Mafia geschrieben hat:
„Die Mafia ist noch immer eine gewaltige wirtschaftliche Macht, die weiterhin so lange Geld wäscht, bis es legal ist.“
Der Journalist Roberto Saviano schrieb viele Bücher über die Mafia, u.a. „Gomorrha“Foto: Getty Images News/Getty Images
Doch eine Frau von einem der jetzt angeklagten Mafia-Angehörigen meinte lapidar: „Ihr solltet mal sehen, in welchem Zustand das Dach meines Hauses ist. Und dann könnt ihr mir ja mal sagen, wo all das verfickte Geld ist.“
Was für eine Karriere: Er ist einer der sechs besten Basketballspieler der NBA-Geschichte und neben Michael Jordan, Karl Marlone und Kobe Bryant einer von vier Spielern, der mehr als 29.000 Punkte mit einem Verein holte. Mit dem neuen Vertrag ist Nowitzki der Spieler, der am längsten bei einem Team unter Vertrag steht.
Wir haben uns mal angeschaut, wie Dirk Nowitzki von Würzburg nach Dallas kam, und was er dabei alles erlebt hat.
Was für eine Karriere: Er ist einer der sechs besten Basketballspieler der NBA-Geschichte und neben Michael Jordan, Karl Marlone und Kobe Bryant einer von vier Spielern, der mehr als 29.000 Punkte mit einem Verein holte. Mit dem neuen Vertrag ist Nowitzki der Spieler, der am längsten bei einem Team unter Vertrag steht.
Von Würzburg nach Dallas: Hier seht ihr das ungewöhnliche Leben von Dirk Nowitzki in der Bildergalerie.
Nowitzki ist in Würzburg geboren und aufgewachsen. Er war immer sportlich, mit 12 spielte er Tennis. Sein Englischlehrer riet ihm damals davon ab, Basketball zu spielen. Er solle lieber etwas Anständiges machen..
Mit 20 spielte er für Würzburg in der zweiten deutschen Basketballliga. Bei einem Nike-Talent-Camp machte er 1997 auf sich aufmerksam, NBA-Legende Charles Barkely empfahl ihm, in die USA zu wechseln..
Im Februar 1999 wechselte Nowitzki in die NBA. Die Dallas Mavericks wurden zur gleichen Zeit von Milliardär Mark Cuban (58) aufgekauft.
Für Cuban sollte die Verpflichtung von Nowitzki der Beginn einer großen Erfolgsgeschichte werden..
Nowitzki wurde nach Anfangsschwierigkeiten zum Star der Mannschaft und Cuban und er so etwas wie Freunde.
Der junge Deutsche misst sich schon früh mit Basketballlegende Michael Jordan.. Hier treffen die beiden 2003 aufeinander. Laut „Bild“ spendet er für jeden drei-Punkte-Treffer 100 Euro.
Er kriegt in den USA einige Spitznamen: German Wunderkind, Dirkules, Dirk Diggler oder Dunking Deutschman. Zurecht, denn schon früh überrascht er alle mit seinen Fähigkeiten.
Bescheiden: in seiner Anfangszeit in Dallas fuhr Nowitzki einen Gebrauchtwagen und wohnte in einer Wohnung, nicht wie die Teamkollegen in einer Villa.
Nach dem NBA-Sieg 2011 war Nowitzki zu Gast im Weißen Haus. Präsident Obama (54) machte sich über den deutschen Star lustig, denn..
Mark Wilson/Getty Images
der konnte mit seiner Stimme nicht so überzeugen, wie mit dem Basketball.
Ein bisschen Musik kann er aber doch: Er spielt Gitarre und Saxophon. Sein Gitarrentalent stellte er mal bei TV Total mit Stefan Raab (49) unter Beweis.
Mit Sinn für Humor: Nowitzki macht den Zaza-Dance. Bei einem Benefizspiel für Michael Schumacher (47) imitierte er den Italiener Zaza, der gegen Deutschland auf kuriose Weise einen Elfmeter verschoss.
2009 der große Schock: Nowitzkis damalige Verlobte Cristal Taylor entpuppt sich als gesuchte Betrügerin. Die beiden hatten lange über das Internet und am Telefon Kontakt, bevor sie sich kennenlernten. Taylor wird in seinem Haus festgenommen, und kommt ins Gefängnis. Es gab Gerüchte um eine mögliche Schwangerschaft, doch ein Baby kam nie. Nowitzki stellte für den Fall eines Kindes Antrag auf alleiniges Sorgerecht.
Seit 2010 das große Liebesglück: Nowitzki verliebt sich in die Schwedin Jessica Olsson. 2012 heiraten die beiden, 2013 kommt das erste Kind, 2015 das zweite. Nowitzki scheint sein Liebesglück gefunden zu haben.
Andreas Rentz/Getty Images
Er neckt seinen Freund Mark Cuban, der am 31.07. Geburtstag hatte. „Du siehst gut aus, dafür dass du 70 bist“ schrieb er dem 58-Jährigen. Cuban antwortete nur mit „Du auch, dirty“. (Dirty ist einer der vielen Spitznamen von Nowitzki)
Seine Heimatstadt und seine Wahl-Heimat waren beide in den vergangenen Wochen durch schreckliche Gewalt in den Schlagzeilen: Würzburg wegen einer Axt-Attacke und Dallas wegen einer Schießerei in einem LGTB-Club.
Jahrelang verzichtete Nowitzki auf viel Geld in Dallas, um seinem Klub so bessere Transfers zu ermöglichen. In dem neuen Vertrag wird Nowitzki allerdings nochmal richtig abkassieren: Der Club bedankt sich bei ihm für die jahrelange Treue und gibt ihm insgesamt angeblich 44 Millionen Euro für die nächsten zwei Jahre.
Nowitzki ist extrem erfolgreich und lebt den Traum. Es ist überraschend, wie locker und bodenständig er dafür wirkt. Kein schlechter Repräsentant für Deutschland.
"Mit oder ohne Pommes?" Sasha Obama bessert ihr Taschengeld mit einem Ferienjob in einem Fischrestaurant auf. Die "First Daughter" jobbt auf der Urlaubsinsel Martha's Vineyard im "Nancy's", berichtet der "Boston Herald".
Anfangs habe sie am Fenster zur Straße gestanden und Essen zum Mitnehmen verkauft. Aber dann holte sie ihre Rolle als Präsidententochter ein. Als nach wenigen Tagen bekannt wurde, wer da an der Kasse am Fenster steht, wurde den Leibwächtern die Sache wohl zu heikel, mutmaßt die Zeitung. Sasha wechselte jedenfalls ins Innere des Restaurants.
Die Schülerin jobbe in dem Restaurant unter ihrem vollen Namen Natasha. So hatten ihre Kollegen anfangs offenbar keine Ahnung, wer ihnen da gerade half, schmutziges Geschirr in die Küche zu tragen. Sie wunderten sich nur, dass das junge Mädchen ständig sechs Männer dabei hatte.
"Es ist wahrscheinlich gut fürs Geschäft"
"Aber dann haben wir herausgefunden, um wen es sich handelt", sagt ein Kellner. Nämlich um die jüngere Tochter von US-Präsident Barack Obama mit ihren Leibwächtern. "Sie bedient die Gäste, bringt das Essen und räumt ab", erzählt Sashas Kollege. "Wir sind froh, sie hier zu haben. Es ist wahrscheinlich gut fürs Geschäft."
So lange Sasha Dienst hat, warten die Sicherheitskräfte in einem Auto auf der Straße, berichtet die Zeitung. Und stellt die Frage, ob Sashas Ferienjob damit nicht eine ziemlich teure Angelegenheit ist - wenn sie selbst wenig verdient, Steuerzahler aber ihre Leibwächter zahlen müssen.
Das Weiße Haus lehnt dem "Boston Herold" zufolge jeden Kommentar zu Sashas Ferienjob ab. Sashas Mutter, Michelle Obama, hatte immer wieder betont, dass sie ihre Töchter so normal wie möglich aufwachsen lassen wolle.
Die Obamas reisen den Angaben zufolge am Samstag zu ihrem zweiwöchigen Sommerurlaub auf Martha's Vineyard an. Sasha werde dann ihren Job beenden und die Zeit mit ihren Eltern und ihrer Schwester Malia, 18, verbringen.
Sasha kommt nach den Sommerferien in die elfte Klasse der Sidwell Friends School in Washington. Die Obamas hatten bereits mitgeteilt, dass sie daher auch nach dem Amtsende von Papa Barack in der US-Hauptstadt wohnen bleiben wollen, sodass Sasha nicht die Schule wechseln muss.
Ihren Abschluss wird Sasha voraussichtlich im Frühjahr 2018 machen. Ihre ältere Schwester Malia hat die Highschool in diesem Jahr beendet. Sie will nun eine Pause einlegen und ab Herbst 2017 in Harvard studieren.