Obamas Rede zur Lage der Nation "Der Schatten der Krise liegt hinter uns” - President Obama's 2015 State of the Union Address
Obamas Rede im Wortlaut:Die Ansprache des US-Präsidenten zum Nachlesen:
Washington (USA) – Zwei Jahre vor dem Ende
seiner Amtszeit sprach US-Präsident Barack Obama (53) vor dem Kongress
seine Rede zur Lage der Nation. In dieser stellt er klar: „Ich muss
keine Wahlkämpfe mehr bestreiten. Ich weiß das, weil ich beide von ihnen
gewonnen habe.” Seine einzige Agenda für die nächsten zwei Jahre sei
die gleiche wie bei seiner Vereidigung. – Und er reicht den
Republikanern die Hand für den Rest seiner Amtszeit.
Um
21.06 Uhr Ortszeit (3.06 Uhr MEZ) betrat Obama den Saal. Die
Abgeordneten stehen, Küsschen für viele Frauen, Umarmungen der Männer
seines Vertrauens. Die First Lady Michelle Obama (51) sitzt auf der
Besuchertribüne.
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Die First Lady, Michelle Obama, sitzt unter anderem mit
der Frau des Vize-Präsidenten, Jill Biden, auf der Besuchertribüne
Foto: AP/dpa
★ Kernthema seiner Rede: WIRTSCHAFT. „Der Schatten der Krise liegt hinter uns.“
★ Kernbotschaft seiner Rede: OPTIMISMUS. „Das sind gute Nachrichten, Leute!“
Die wichtigsten Themen
► Arbeitslosigkeit
Die
Arbeitslosigkeit sinke so schnell wie seit 1999 nicht mehr. Obama:
„Seit 2010 hat Amerika mehr Leute in Arbeit gebracht, als Europa, Japan
und alle Industrienationen zusammen.“ Millionen Amerikaner haben Jobs,
die es vor 20 Jahre nicht mal gegeben hat – wie bei Google, Ebay und
Tesla.
► Reformen
Sollte der Kongress
(Rublikaner in der Mehrheit) bereits umgesetzte Vorhaben zurücknehmen,
gibt's ein Präsidenten-Veto! Weder bei der Gesundheitsreform noch bei
den strengeren Regeln für die Wall Street oder seinen Schritten beim
Thema Einwanderung werde er einen an den US-Haushalt geknüpften Streit
zulassen. „Wenn ein Gesetz meinen Schreibtisch erreicht, das eines
dieser Dinge versucht, wird es mein Veto ernten.”
► Export
Obama
forderte vom Kongress freie Hand für „starke neue” Handelsabkommen mit
Europa und Asien. 95 Prozent der Konsumenten lebten außerhalb der
US-Grenzen und man dürfe diese Märkte nicht Anderen überlassen. „China
will die Regeln für die am schnellsten wachsende Region schreiben. Warum
sollten wir das zulassen? Wir sollten diese Regeln schreiben.”
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Obama begrüßt Außenminister John Kerry per Umarmung
Foto: AP/dpa
► Außenpolitik
Klares
Bekanntnis zum globalen Führungsanspruch der USA. Obama: „Die Frage ist
nicht ob Amerika führt, sondern wie.“ Dabei müsse militärische Macht
mit starker Diplomatie verbunden werden. Sein Land nehme sich weiter das
Recht heraus, auch im Alleingang gegen Terrornetzwerke vorzugehen, die
eine direkte Bedrohung für die USA oder Alliierte seien. Aber die
Möglichkeiten, internationale Koalitionen zu bilden, müssten genutzt
werden.
► Kuba
Die Annäherung war lange
überfällig gewesen. „Der politische Umgang mit Kuba hat sein Ablaufdatum
lange überschritten”. Nun soll das Handelsebargo gegen den Karibikstaat
aufgehoben werden.
Der jahrelang auf Kuba inhaftierten US-Bürger Alan Gross war während Obamas Rede im Kongress als Gast anwesend.
► Reichensteuer
Obama
will höhere Steuern für Superreiche! Das Steuerrecht sei „mit
Geschenken gespickt, die die Superreichen nicht brauchen”. Im Gegenzug
zu Steuererhöhungen für wohlhabende US-Bürger soll demnach die
Abgabenlast der Mittelschicht vermindert werden.
► Cyberkrieg
„Keine
fremde Nation, kein Hacker, sollte in der Lage sein, unsere Netzwerke
stillzulegen. Wenn wir nicht handeln, machen wir unsere Nation und
unsere Wirtschaft verwundbar. Obama rief den Kongress auf, endlich
entsprechende Gesetze zu verabschieden. Die USA würden Cyberangriffe
genauso bekämpfen wie Terrorismus.
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Obama unterstreicht gemeinsame Aufgaben und Ziele vor dem Kongress
Foto: AP/dpa
► Gutantánamo
Das
Gefangenlager Guantánamo muss geschlossen werden! Das war übrigens auch
Thema seines ersten Wahlkampfes. Seit diesem habe er daran gearbeitet,
die Zahl der Gefangenen zu halbieren. „Jetzt ist es Zeit, die Sache zu
Ende zu bringen. Und ich werde in meiner Bestimmtheit, es zu schließen,
nicht nachgeben. Es ist nicht, wer wir sind!”
► Russland
Die
USA stellen sich Russlands „Aggression” entgegen, wollen die Demokratie
in der Ukraine fördern und die Verbündeten in der Militärallianz Nato
unterstützen. „Heute ist es Amerika, das stark und vereint mit unseren
Verbündeten dasteht, während Russland isoliert und seine Wirtschaft
ruiniert ist.”
Obamas Rede an die WeltDie wichtigsten Fragen und Antworten
► ISIS
Obama:
„Wir führen eine breite Koalition, auch mit arabischen Nationen, um
diese terroristische Gruppe zu zersetzen und sie gänzlich zu zerstören.“
► Ebola
„Die Welt braucht diese Lektion, um eine effektiveren, globalen Ansatz zu entwickeln, um künftige Pandemien zu verhindern.“
►Klima
„Keine
Aufgabe stellt eine größere Bedrohung für künftige Generationen dar als
der Klimawandel.“ Obama sagt, er sei zwar kein Wissenschaftler, aber er
kenne gute von der Nasa & Co.
Obamas Reden zur Lage der Nation
Obamas Ansprache vor dem Kongress kurz nach seinem Amtstritt
ist offiziell noch keine „State of the Union”, sie hat aber denselben
Zweck. In einer mitreißende Rede zeigt er Gestaltungswillen und Ehrgeiz.
Wie in seinem spektakulären Wahlkampf zuvor stellt Obama zahlreiche
Initiativen vor. Nur in der Außenpolitik bleibt er vage.
Fazit: „Wir sind die Vereinigten Staaten von Amerika“
Obama
gibt sich als Präsident des gesamten Landes, wendet sich oft an die
Republikaner. „Es liegt nun an uns, zu wählen, wer wir in den nächsten
15 Jahren und in den kommenden Jahrzehnten sein wollen. Wir sind eine
starke, eng verknüpfte Familie, die es durch einige sehr, sehr harte
Zeiten geschafft hat. Uns gehörte eine bessere Zukunft, lasst uns
zusammen ein neues Kapitel beginnen.” Der US-Präsident: „Ich
glaube immer noch, dass wir ein Volk sind. Ich glaube, dass wir
gemeinsam große Dinge tun können, selbst wenn die Chancen schlecht
stehen.”
Doch er übt auch Selbstkritik: „Eine bessere Politik
ist eine, in der wir debattieren, ohne uns zu verteufeln, in der wir
über Themen und Werte und Prinzipien und Fakten sprechen, anstelle von
,Erwischt'-Momenten oder banalen Ausrutschern oder falschen
Kontroversen, die nichts mit dem Alltag der Menschen zu tun haben.” Obama:
„Wir sind immer noch mehr als eine Sammlung von roten Staaten und
blauen Staaten, wir sind die Vereinigten Staaten von Amerika.”
(CNN)As Prepared for Delivery
There
is a ritual on State of the Union night in Washington. A little before
the address, the White House sends out an embargoed copy of the
President's speech to the press (embargoed means that the press can see
the speech, but they can't report on it until a designated time). The
reporters then start sending it around town to folks on Capitol Hill to
get their reaction, then those people send it to all their friends, and
eventually everyone in Washington can read along, but the public remains
in the dark.
This year we change that.
For
the first time, the White House is making the full text of the speech
available to citizens around the country online. On Medium, you can
follow along with the speech as you watch in real time, view charts and
infographics on key areas, tweet favorite lines, and leave notes. By
making the text available to the public in advance, the White House is
continuing efforts to reach a wide online audience and give people a
range of ways to consume the speech.
Deutscher Footballer Vollmer im Super Bowl 45:7-SIEG DER NEW ENGLAND PATRIOTS GEGEN DIE INDIANAPOLIS COLTS
Deutscher Footballer Vollmer im Super Bowl
Unser Star der NFL, Sebastian Vollmer (30), steht wieder im Super Bowl!
Der Footballer aus Kaarst feierte im Halbfinale der US-Profiliga mit den New England Patriots bei strömendem Regen einen nie gefährdeten 45:7-Sieg gegen die Indianapolis Colts, die überraschend auf den Berliner Björn Werner (24) verzichteten und das deutsche Play-off-Duell platzen ließen.
VergrößernVollmer beim Aufwärmen gegen IndianapolisFoto: dpa
Sebastian „Sea Bass“ (Wolfsbarsch) Vollmer darf nach einer starken Vorstellung weiter vom großen Coup träumen, dagegen musste Werner (24) tatenlos mitansehen, wie seine Colts und Spielmacher Andrew Luck (25) vorgeführt wurden. Linebacker Werner war unmittelbar vor Spielbeginn ohne Nennung von Gründen aus dem Kader gestrichen worden.
VergrößernBjörn Werner saß bei den Colts nur auf der Ersatzbank
Foto: Witters
Patriots treffen auf Titelverteidiger Seahawks
Der 49. Super Bowl findet am 2. Februar (00.30 Uhr MEZ/Sat.1 und Sport1 US) in Glendale/Arizona statt. Die Patriots um Star-Quarterback Tom Brady (37) treffen auf Titelverteidiger Seattle Seahawks, der das spannende erste Halbfinale trotz eines 0:16-Rückstandes mit 28:22 nach Verlängerung gegen die Green Bay Packers gewann.
Der dreimalige NFL-Champion New England hatte sich als souveräner Gewinner der AFC East für die Play-offs qualifiziert und nach dem freien Wildcard-Weekend im Viertelfinale die Baltimore Ravens ausgeschaltet (35:31). Die Patriots stehen zum achten Mal im Finale.
Gewinnt Vollmer als erster Deutscher den Super Bowl?
VergrößernSebastian Vollmer hat es 2012 schon einmal in den Super Bowl geschafft
Foto: AFP
► Vollmer bekommt durch den Erfolg im Championship Game der American Football Conference (AFC) vor Heimpublikum in Foxborough/Massachusetts nach 2012 eine weitere Chance, als erster Deutscher die Vince Lombardi Trophy zu holen.
► Zuvor hatte es nur Uwe von Schamann (58) als Deutscher so weit gebracht, unterlag im Super Bowl aber zweimal mit den Miami Dolphins (1983, 1985).
Ein deutscher Sieg im Super Bowl wäre ein absolutes Novum in der Geschichte der beliebtesten Sportart in den Vereinigten Staaten. Noch nie hat ein deutscher Spieler das Finale gewinnen können und sich somit den legendären „Super-Bowl-Ring“ überziehen dürfen.
Die Zeichen stehen gut: Schon Markus Kuhn (28) von den New York Giants gelang in dieser Saison ein Eintrag in die Geschichtsbücher. Der „German Giant“ (Spitzname) erzielte den ersten Touchdown eines Deutschen.
Bei Dreharbeiten US-Fitness-Guru Greg Plitt von Zug erfasst und getötet
Bei Dreharbeiten US-Fitness-Guru Greg Plitt von Zug erfasst und getötet
Er war eines der gefragtesten Fitness-Models Hollywoods und fand sogar seinen Weg in große Kino-Produktionen. Jetzt ist Greg Plitt bei einem tragischen Zug-Unglück mit nur 37 Jahren verstorben.
Einer der größten Fitness-Gurus Hollywoods ist tot. Greg Plitt verstarb im Alter von nur 37 Jahren bei einem tragischen Unfall. Wie der US-Fernsehsender „ABC“auf seiner Homepage berichtet, wurde der Schauspieler von einer S-Bahn in Burbank, einem Vorort von Los Angeles, erfasst und tödlich verletzt. Angeblich hatte Plitt zum Zeitpunkt des Dramas einen Camcorder in der Hand und filmte.
Plitt machte sich zunächst als Fitness-Model einen Namen und wechselte später zum Film. In Kinoproduktionen wirkte er in kleineren Rollen unter anderem in „Terminator - Die Erlösung“ an der Seite von Christian Bale mit. Bis zuletzt war Plitt ein gefragter Coverboy für Fitness- und Lifestyle-Magazine. 2006 hatte er eine Hauptrolle in der Reality-Serie „Work Out“ auf dem US-Sender Bravo.
In Manhattan entsteht das höchste Luxus-Wohnhaus der Welt: 432 Park Avenue. Hier haben Oligarchen und Mogule ihren Dritt- oder Viertwohnsitz. Selten war die Kluft zwischen Reich und Arm so schamlos offensichtlich.
NYC Immobilien : Höchster Luxus-Wolkenkratzer der Welt - in Manhattan 432 Park Avenue
"Ist das nicht atemberaubend?", murmelt Jill Crenner. Ihre Finger liebkosen die kühle Frühstückstheke einer Küche aus Marmor, Stahl und Edelholz. Doch die Theke ist der eigentliche Star: Sie erstreckt sich über die ganze Fensterfront, die eine Panorama-Ansicht von Manhattan, Brooklyn, Queens und New Jersey gewährt, über den Hudson, den East River bis hinaus zum Atlantik - ein Blick wie aus dem Flugzeug.
"Stellen Sie sich vor, Sie sitzen jeden Morgen hier", sagt Crenner. "Die Welt gehört Ihnen."
Die Aussicht ist in der Tat atemberaubend, doch - noch - simuliert: Es handelt sich um ein riesiges Dia, drei mal drei Meter, in einem Showroom an der Fifth Avenue. Hier lässt sich das künftige Innenleben eines Luxus-Wolkenkratzers vorfühlen, dessen Rohbau durchs echte Fenster zu sehen ist - ein schwindelerregend schmaler Turm aus Beton, Glas und Attitüde.
432 Park Avenue, eine Adresse als Programm: Hier steht, noch unbewohnt, das höchste, teuerste und luxuriöseste Wohnhaus der Welt - ein atemberaubend-groteskes Luftschloss für Millionäre und Milliardäre.
"Ein Traum", schwärmt PR-Frau Crenner, die hilft, den vielfachen Superlativ zu vermarkten.
Seit 2012 wächst es empor, das 1,3 Milliarden Dollar teure Lebenswerk des exzentrischen Immobilienunternehmers Harry Macklowe, 77 - seine "Mona Lisa", wie er beim Richtfest im Oktober prahlte. Seither überragt das Dach von 432 Park Avenue das Dach des Empire State Buildings (um 45 Meter) und sogar das des neuen World Trade Centers (um neun Meter). 426 Meter Protz und Prunk - der höchste Stalagmit der Skyline.
So ändern sich die Zeiten. Einst standen New Yorks Wahrzeichen für die Träume des kleinen Mannes. Heute sind sie Mausoleen des Reichtums, abgekapselt und isoliert weit über den gesichtslosen Massen der Straßen.
Auf dem überdrehten Wohnungsmarkt Manhattan ist 432 Park das bisher schamloseste Monument eines neuen Gilded Age, ein Fanal dafür, wie tief die Kluft zwischen Haben und Nichthaben mittlerweile ist. In den USA nämlich so tief wie seit drei Jahrzehnten nicht. "Das Haus, das die Ungleichheit erbaute", schämt sich selbst das Millionärsblatt "Forbes".
Viertwohnsitz für Jetsetter
Erdacht von einem New Yorker Immobilienhai, entworfen von einem südamerikanischen Stararchitekten, finanziert von US-israelischen Investoren: 432 Park ist Produkt und zugleich Symbol einer globalen Elite, die Residenzen sammelt wie Kunst. Dies sind nicht die ein Prozent - dies sind die 0,1 Prozent: Oligarchen, Mogule, die letzten Aristokraten.
Fast jeder zweite, soviel verrät Crenners Marketing-Kollege Richard Wallgren, komme aus dem Ausland: "Kanada, Brasilien, Venezuela, China, Singapur, Türkei, Libanon, Griechenland, Saudi-Arabien, Russland."
Dabei steht 432 Park längst nicht mehr allein. Überall in Midtown wachsen neue "Supertowers" empor, die ihre langen Schatten bis in den Central Park werfen. Zweit-, Dritt-, Viertwohnsitze der Jetsetter: Mehr als 50 Prozent werden, wie die "New York Times" ermittelte, "mindestens zehn Monate im Jahr" leerstehen. Geisterhäuser als Steuerspartrick.
New Yorks neue Türme auf einem Blick
Das oberste Stockwerk für 95 Millionen Dollar
Nur 104 Wohneinheiten finden sich auf den 96 Etagen von 432 Park, nur zwölf sind noch zu haben, von der Dreizimmerwohnung 40C (17 Millionen Dollar) bis zum Penthouse PH94 (82,5 Millionen Dollar). Das oberste Stockwerk ging bereits 2013 an einen Unbekannten - für 95 Millionen Dollar. Wobei dessen exklusive Vorzüge eigentlich verschwendet sind, etwa die High-Tech-Küche (deutsche Wertarbeit), die Crenner präsentiert: "Unsere Käufer kochen nicht selbst", weiß sie. "Sie lassen kochen."
Neben den Wohnungen, die in der Simulation in all ihrer eisigen Eleganz vorempfunden sind, gibt es einen Pool, ein Privatkino, ein Spa, ein Sportstudio und einen Open-Air-Ballsaal samt Cocktail-Lounge. "Harrys Idee", sagt Crenner, und meint damit Harry Macklowe.
Seit 50 Jahren jongliert der Selfmade-Milliardär mit Grundstücken und Hochbauten. Ein paarmal ging er fast pleite, zuletzt in der Kreditkrise. Damals konnte er seine Gläubiger nicht mehr bezahlen und musste unter anderem sein Kronjuwel abstoßen, das GM Building an der Fifth Avenue mit dem berühmten Glaskubus des Apple Store davor. Auch der war seine Idee.
2009 kam ihm die Investmentfirma CIM zu Hilfe. Deren Hintermänner: Richard Ressler, ein Wall-Street-Banker, sowie Shaul Kuba und Avi Shemesh, zwei Ex-Elitesoldaten aus Israel. Sie retteten auch Macklowes jüngstes Vorhaben auf dem Gelände des historischen Drake Hotels. Diesen Sommer sind die Apartments des 432 Park schlüsselfertig.
Woolworth Building
Eine stilistisch etwas andere Spielart dieses "Immobilien-Pornos", wie man in New York sagt, findet sich wenige Kilometer südlich von 432 Park, in Lower Manhattan: Dort wandelt die Baufirma Alchemy Properties die obersten 30 Etagen des historischen Woolworth Buildings in Luxuswohnungen um.
Von 1913 bis 1930 der höchste Wolkenkratzer der Welt, wird der neugotische Bau, der ironischerweise mal die Zentrale des gleichnamigen Billigkaufhauskonzerns war, ab nächstem Jahr von 34 exklusiven Apartments gekrönt sein. Das Penthouse (Preis: 110 Millionen Dollar) umfasst die gesamte Spitze - samt sieben Meter hohen Decken und einem Observatorium zum Sternengucken. "Das Dach der Welt", so formuliert es Alchemy-Chef Ken Horn bei einem exklusiven Rundgang.
Von Midtown zum Financial District: Unaufhaltsam mutiert Manhattan zum Spielplatz der Reichen, während die Mittelklasse in die Außenbezirke vertrieben wird. Die Manager von 432 Park kümmert das wenig, das ist auch nicht ihr Job. "Der Markt ist nun mal da", begründet Wallgren die Jagd nach immer größerem Luxus. "Wir befriedigen nur einen Bedarf."
Bestseller-Autor Nicholas Sparks: Meine Tipps für die USA
Bestseller-Autor Nicholas Sparks
Meine persönlichen Reisetipps für die USA
Bestseller-Autoren kommen bekanntlich viel herum. Vor allem, wenn ihre Bücher verfilmt werden und sie die Dreharbeiten begleiten. Von Nicholas Sparks kommen in den nächsten Wochen gleich zwei Bücher als Filme ins Kino. TRAVELBOOK verriet der Autor, welche Orte in den USA ihm besonders gefallen haben.
Foto: Getty Images
Nicholas Sparks (Mitte) hat nicht nur einen Blick für spannende Plots, sondern auch für schöne Orte: für Wilmington (oben links) etwa und Savannah
1. Tipp: Wilmington
Die Stadt liegt direkt am Atlantik, sogar in Sparks Heimat North Carolina und verfügt auch noch über eine lebendige Filmindustrie – eigentlich kein Wunder, dass Wilmington an der Ostküste zu den Lieblingsorten Sparks zählt. „Am besten gefällt mir an Wilmington, wie gut und reich strukturiert die Stadt ist“, verriet er TRAVELBOOK, „bei den Dreharbeiten konnten wir quasi aus dem Vollen schöpfen. Es ist eine wunderschöne Stadt! Und das Essen hier ist großartig.“
In den 1980ern wurde Wilmington von den Filmschaffenden entdeckt. Sie liebten das milde Klima, die schönen Strände, die großartige Architektur. Heute ist die Stadt nach L.A. und New York das drittgrößte Zentrum der US-amerikanischen Filmindustrie, war beispielsweise Drehort der Filme „Blue Velvet“, „Kap der Angst“ oder Serien wie „Matlock“ und „Dawson’s Creek“ und zieht als „Hollywood East“ natürlich auch Touristen an.
Stand Up Padler auf dem Greenfield Lake in Wilmington
Foto: getty
Warum man sonst noch herkommen sollte? Die Internetseite des Tourismusamts der Stadt nennt unter den „10 Great Reasons to Visit Wilmington“ unter anderem: den 50 Kilometer Strand vor der Haustür, die lebendige Kunstszene, die Shopping- und Wellness-Möglichkeiten und natürlich, wie Sparks, die feinen Restaurants der Stadt. Am besten kommt man daher zur Encore Restaurant Week im Frühling oder Herbst.
Anreise: Der Flughafen Wilmington International Airport, auch New Hanover County International Airport, liegt 6 km nördlich des Stadtzentrums.
2. Tipp: Savannah
„Die Architektur in Savannah ist absolut atemberaubend. Ich könnte wochenlang herumspazieren und die Gebäude anschauen“, sagt Nicholas Sparks über Savannah in Georgia, die erst kürzlich wieder unter die 10 besten Städte der USA gewählt wurde und dessen Altstadt als eine der schönsten der USA gilt.
Sie haben noch nichts von Savannah gehört? Aber vermutlich kennen Sie die Stadt dennoch. Aus dem Film „Forrest Gump“. Die Bank, auf der Tom Hanks alias Forrest Gump seine Pralinenschachtel öffnet und den Passanten sein Leben erzählt, stand nämlich hier, genauer: am Chippewa Square in der W. Hull Street – bevor sie aufgrund ihrer Berühmtheit ins Savannah History Museum (Savannah Visitors Center) versetzt wurde.
Die Skyline von Savannah, Georgia
Foto: getty
Touristen wandeln hier am liebsten auf den restaurierten Straßen zwischen River und Bay Street mit Lagerhäusern und Passagen aus dem 19. Jahrhundert, dem Riverfront Plaza and Factors’ Walk, und entdecken historische Häuser, wie etwa das Pink House oder das Geburtshaus von Juliette Gordon Low, der Gründerin der US-Pfadfinderinnen.
Und noch eine Besonderheit hat die River Street zu bieten: Sie gehört zu einem der wenigen Orte in den USA, an denen der Konsum von Alkohol auf der Straße erlaubt ist. Wer sich hier also wie Forrest Gump auf eine Bank niederlassen möchte, darf weitaus mehr als nur eine Pralinenschachtel öffnen.
Anreise: Der örtliche Flughafen ist der Flughafen Savannah/Hilton Head. Die besten Hotels – aus Sicht der Tripadvisor-User – finden Sie hier.
Das deutsche Paar Nicola Franz und Jan Meinecke mit Green Card. Foto: dpa
NEW YORK (dpa). Jährlich verlosen die USA 55 000 Green Cards an Menschen aus der ganzen Welt. Auch etwa 1000 deutsche Gewinner sind jedes Mal dabei. Die Plastikkarte lässt ihren Traum von Amerika Wirklichkeit werden – aber Garantie für ein einfacheres Leben ist sie nicht.
Samstagnachmittag, es regnet. Das Wasser des New Yorker Hudson Rivers schlägt an die Bootswand. "Willkommen zu Amerikas beliebtestem Bootsausflug", schallt es aus den Lautsprechern. Die Passagiere lassen sich im Innenraum des Ausflugsschiffs nieder. Sie lächeln sich an, kommen langsam ins Gespräch. "Wann hast du gewonnen?"
Seit den 1990er Jahren verlosen die USA jährlich 55 000 Green Cards, dauerhafte Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigungen. Für die Vergabe gibt es Länderquoten, denn die US-Regierung startete das Programm, um mehr Einwanderer aus bestimmten Herkunftsländern ins Land zu bekommen. Etwa 13 Millionen Menschen weltweit spielen jedes Jahr mit bei der so genannten Green Card Lotterie.
Als Europäer liegt die Gewinnchance bei einem bis zwei Prozent. Im vergangenen Jahr gewannen 1354 Deutsche so eine Green Card. Agenturen helfen beim Ausfüllen des umfangreichen Antrags. Auf dem Regenschirm von Qaush Mujaj klebt noch das Preisschild. Mujaj hat acht Mal in der Green Card Lotterie mitgespielt, bis er endlich gewann. Der 46-Jährige kommt aus einem kleinen Dorf im Kosovo. Nach dem Gewinn der Green Card kam er 2010 allein nach New York. Heute arbeitet er sieben Tage die Woche als Teil einer kosovarischen Malertruppe. "Ich habe nicht viel Zeit gehabt, etwas zu sehen von der Stadt", sagt Mujaj und blickt durch die Regenschlieren nach draußen, wo die Freiheitsstatue näher rückt. "Als Tourist ist es schön. Zum Leben ist es ein harter Kampf." Trotzdem will er sobald wie möglich die US-Staatsbürgerschaft beantragen.
Zwei Reihen vor ihm sitzen Nicola Franz und Jan Meinecke, er trägt eine beige Baseballkappe der New York Yankees. 2011 lernten sich die beiden in Braunschweig kennen, kurz darauf gewinnt er seine Green Card. Neunmal hatte er sich zuvor schon erfolglos beworben. Heute leben die beiden in einem alten Holzhaus im hintersten New Jersey, durch ihren Garten streifen Rehe und Schwarzbären. Meinecke, der Softwareingenieur, und Franz, die Bankangestellte, arbeiten als Parkplatzwächter, ihr erster Job nach Monaten Suche. "Ich vermisse Deutschland nicht", sagt Meinecke, "auch wenn du hier eine Menge Lebensqualität aufgeben musst. Das Land ist sehr rückständig. Aber die Leute sind netter."
Wenn er Heimweh habe, hole er sich einfach ein kleines Stückchen Deutschland nach Hause, erzählt der Kieler Bauingenieur Conny Albrecht. Letztens habe er Mettbrötchen so sehr vermisst, dass er sich von einem Metzger Fleisch durch den Wolf drehen ließ und nach Hause zu seiner amerikanischen Freundin brachte. "Sie hat sich total vor dem Mett geekelt und sofort alles desinfiziert.” US GREEN CARD BEANTRAGEN: http://botschaft-us.de/application.htm
Dürfen sich die Disney-Verfilmung „Into the Woods“ und das Drama „Selma“ schon vorab auf einen Golden Globe freuen?
Foto: AP/dpa
Eigentlich werden die Golden Globes erst am Sonntagabend (MEZ Sonntagnacht) verliehen – doch eine Panne auf der offiziellen Homepage könnte jetzt die Spannung zerstört haben: Dort waren bereits am Freitag kurzweilig Preisanwärter bei den Gewinnerfilmen 2014 gelistet!
► Zum einen das Martin-Luther-King-Drama „Selma“ als bestes Filmdrama (unter anderem von Brad Pitt und Oprah Winfrey produziert).
VergrößernSchauspieler David Oyelowo spielt im Film „Selma“ Martin Luther King
Foto: AP/dpa
► Zum anderen das Disney-Musical „Into the Woods“ als bestes Musical/beste Kömödie (mit Schauspiel-Größen wie Meryl Streep, Johnny Depp und Emily Blunt).
Zu früh gefreut?
Anscheinend: Denn nur ein Test soll versehentlich online gegangen sein!
Ein für die Website verantwortlicher Sprecher betonte der Hollywoodseite „Deadline“ gegenüber: „Wir haben einfach zwei Filmtitel ausgesucht ohne Wissen, wer in diesen Kategorien gewinnt!“
Bleibt einem wohl nichts anderes übrig als doch die Verleihung zu schauen...
Und das sind die Favoriten der Golden Globes
★ Heißeste Favoritin: Claire Danes!
Die „Homeland“-Darstellerin wurde gerade für den „Screen Actor's Guild“-Preis in der Kategorie als beste Schauspielerin in einem Drama nominiert, jetzt folgt die Aussicht auf einen „Golden Globe“ als beste Serien-Darstellerin in einem Drama. Zwei Globes hat sie in den vergangen Jahren bereits für ihre Rolle als Carrie Mathison gewonnen.
VergrößernZwei Goldes Globes hat Claire Danes für „Homeland“ bereits gewonnen (2012 und 2013), jetzt könnte die dritte Trophäe folgen
Foto: dpa Picture-Alliance
★ Mit sieben Nominierungen führt die Komödie „Birdman“ die Nominierungsliste an.
Der Film wurde unter anderem in der Sparte beste Komödie nominiert, Hauptdarsteller Michael Keaton hat Chancen auf den Preis als bester Darsteller. Mit je fünf Nominierungen folgen „Boyhood” und „The Imitation Game”.
★ Reese Witherspoon hat für ihre Rolle in „Der große Trip - Wild“ Chancen auf einen Globe als beste Hauptdarstellerin in einem Drama.
Weitere Nominierungen...
Golden Globes 2015 - Die Nominierungen
- Bestes Filmdrama: „Boyhood”, „Foxcatcher”, „The Imitation Game”, „Selma”, „The Theory of Everything”.
- Beste Komödie oder Bestes Musical: „Birdman”, „The Grand Budapest Hotel”, „Into the Woods”, „Pride”, „St. Vincent”.
- Bester Darsteller, Drama: Steve Carell, „Foxcatcher”; Benedict Cumberbatch, „The Imitation Game”; Jake Gyllenhaal, „Nightcrawler”; David Oyelowo, „Selma”, Eddie Redmayne „Theory of Everthing“.
- Beste Darstellerin, Drama: Jennifer Aniston, „Cake”; Felicity Jones, „The Theory of Everything”; Julianne Moore, „Still Alice”; Rosamund Pike, „Gone Girl”; Reese Witherspoon, „Wild”.
- Beste Regie: Wes Anderson, „The Grand Budapest Hotel”; Ava DuVernay, „Selma”; David Fincher, „Gone Girl”; Alejandro González Iñárritu, „Birdman”; Richard Linklater, „Boyhood”.
- Bester Darsteller, Komödie oder Musical: Ralph Fiennes, „The Grand Budapest Hotel”; Michael Keaton, „Birdman”; Bill Murray, „St. Vincent”; Joaquin Phoenix, „Inherent Vice”; Christoph Waltz, „Big Eyes”.
- Beste Darstellerin, Komödie oder Musical: Amy Adams, „Big Eyes”; Emily Blunt, „Into the Woods”; Helen Mirren, „The Hundred-Foot Journey”; Julianne Moore, „Maps to the Stars”; Quvenzhane Wallis, „Annie”.
- Bester Nebendarsteller: Robert Duvall, „The Judge”; Ethan Hawke, „Boyhood”; Edward Norton, „Birdman”; Mark Ruffalo, „Foxcatcher”; J.K. Simmons, „Whiplash”.
- Beste Nebendarstellerin: Patricia Arquette, „Boyhood”; Jessica Chastain, „A Most Violent Year”; Keira Knightley, „The Imitation Game”; Emma Stone, „Birdman”; Meryl Streep, „Into the Woods”.
- Bester Animationsfilm: „Big Hero 6”, „The Book of Life”, „The Boxtrolls”, „How to Train Your Dragon 2”, „The Lego Movie”.
- Bestes Drehbuch: Wes Anderson, „The Grand Budapest Hotel”; Gillian Flynn, „Gone Girl”; Alejandro González Iñárritu, Nicolas Giacobone, Alexander Dinelaris, Armando Bo, „Birdman”; Richard Linklater, „Boyhood”; Graham Moore, „The Imitation Game”.
- Bester Soundtrack: Alexandre Desplat, „The Imitation Game”; Johann Johannsson, „The Theory of Everything”; Trent Reznor, Atticus Ross, „Gone Girl”; Antonio Sanchez, „Birdman”; Hans Zimmer, „Interstellar”.
- Bester Song: „Big Eyes” (Musik und Text: Lana Del Rey), „Big Eyes”; „Glory” (Musik von John Legend, Common), „Selma”; „Mercy Is” (Musik und Text: Patti Smith, Lenny Kaye), „Noah”; „Opportunity” (Musik und Text: Greg Kurstin, Sia Furler und Will Gluck), „Annie”; „Yellow Flicker Beat” (Musik und Text: Lorde), „The Hunger Games: Mockingjay - Part 1.”
FERNSEHEN
- Beste Serie, Drama: „The Affair”, „Downton Abbey”, „Game of Thrones”, „The Good Wife”, „House of Cards”.
- Bester Darsteller, Drama: Clive Owen, „The Knick”; Liev Schreiber, „Ray Donovan”; Kevin Spacey, „House of Cards”; James Spader, „The Blacklist”; Dominic West, „The Affair”.
- Beste Darstellerin, Drama: Claire Danes, „Homeland” Viola Davis, „How to Get Away With Murder”; Julianna Margulies, „Good Wife”; Ruth Wilson, „The Affair”; Robin Wright, „House of Cards”.
- Beste Serie, Musical oder Komödie: „Girls”, „Jane the Virgin”, „Orange Is the New Black”, „Silicon Valley”, „Transparent”.
- Beste Darstellerin, Musical oder Komödie: Lena Dunham, „Girls”; Edie Falco, „Nurse Jackie”; Julia Louis-Dreyfus, „Veep”; Gina Rodriguez, „Jane the Virgin”; Taylor Schilling, „Orange Is the New Black”.
- Bester Darsteller, Musical oder Komödie: Don Cheadle, „House of Lies”; Louis C.K., „Louie”; Ricky Gervais, „Derek”; William H. Macy, „Shameless”; Jeffrey Tambor, „Transparent”.
- Beste Miniserie oder Fernsehfilm: „Fargo”, „The Missing”, „The Normal Heart”, „Olive Kitteridge”, „True Detective”.
- Beste Darstellerin, Miniserie oder Fernsehfilm: Maggie Gyllenhaal, „The Honorable Woman”; Jessica Lange, „American Horror Story: Freak Show”; Frances McDormand, „Olive Kitteridge”; Frances O'Connor, „The Missing”; Allison Tolman, „Fargo”.
- Bester Darsteller, Miniserie oder Fernsehfilm: Martin Freeman, „Fargo”; Woody Harrelson, „True Detective”; Matthew McConaughey, „True Detective”; Mark Ruffalo, „The Normal Heart”; Billy Bob Thornton, „Fargo”.
- Beste Nebendarstellerin, Miniserie oder Fernsehfilm:: Uzo Aduba, „Orange Is the New Black”; Kathy Bates, „American Horror Story: Freak Show”; Joanne Froggatt, „Downton Abbey”; Allison Janney, „Mom”; Michelle Monaghan, „True Detective”.
- Bester Nebendarsteller, Miniserie oder Fernsehfilm: Matt Bomer, „The Normal Heart”; Alan Cumming, „The Good Wife”; Colin Hanks, „Bill Murray, „Olive Kitteridge”; Jon Voight, „Ray Donovan”.
Cecil-B.-DeMille-Preis fürs Lebenswerk: George Clooney
Eine internationale Studie zeigt: Wenn Arbeitnehmer die Wahl hätten, würden sie am liebsten nach Amerika gehen – oder in Städte wie London und Berlin.von Friederike Lübke
Die begehrteste Stadt der Welt ist nicht New York, nicht Paris, sondern London, zumindest wenn es ums Arbeiten geht. Das jedenfalls ergab eine aktuelle Studie der Unternehmensberatung The Boston Consulting Group (BCG) und der Online-Jobbörse StepStone, für die zwischen April und Juni 2014 mehr als 200.000 Arbeitskräfte aus 189 Ländern befragt wurden. Der Anteil der Akademiker lag bei 61 Prozent. In Deutschland haben mehr als 16 000 Arbeitnehmer daran teilgenommen.
Fast jeder sechste der Befragten hätte seinen Arbeitsplatz gerne an der Themse. Unter den zehn begehrtesten Städten landete auch Berlin – auf Rang 6 und verwies damit immerhin noch Barcelona, Toronto, Singapur und Rom auf die hinteren Plätze.
Ermittelt wurden natürlich auch die beliebtesten Länder. Spitzenreiter sind demnach die USA, 42 Prozent der Befragten zieht es dorthin, gefolgt von Großbritannien und Kanada. Mit 33 Prozent liegt Deutschland auf Platz vier.
Es ist damit das beliebteste nicht englischsprachige Land bei Arbeitnehmern aus dem Ausland und gefragter als Australien. Vor allem Arbeitskräfte aus südosteuropäischen Staaten wie Serbien (64 Prozent) oder Bosnien-Herzegowina (73 Prozent) zieht es nach Deutschland. Aber auch für rund die Hälfte der befragten Niederländer ist Deutschland ein attraktiver Arbeitsplatz. Die Deutschen selbst lockt es vor allem in die Schweiz (37 Prozent) und in die USA (35 Prozent).
Im weltweiten Durchschnitt sind 64 Prozent der Befragten bereit, einen Job im Ausland anzunehmen. Die Gründe, ins Ausland zu gehen, unterscheiden sich je nach wirtschaftlicher Lage des Heimatlandes. In den meisten Industrienationen steht die persönliche und berufliche Weiterentwicklung im Vordergrund. In Deutschland spielt der Wunsch, sich in einer fremden Kultur neuen Herausforderungen zu stellen, eine Rolle. In Entwicklungsländern ist vor allem die Hoffnung auf einen höheren Lebensstandard eine große Motivation.
In wirtschaftlich schwachen Staaten ist die Bereitschaft, im Ausland zu arbeiten, besonders hoch. So können sich beispielsweise 97 Prozent der Befragten in Pakistan vorstellen, im Ausland zu arbeiten; aber auch in Industrieländern wie Frankreich und den Niederlanden würden mehr als 90 Prozent der Befragten für einen Job ins Ausland gehen. In der Schweiz sind es 77 Prozent. Die Deutschen bleiben laut Studie offensichtlich lieber zu Hause: Nur 44 Prozent zieht es ins Ausland.